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Thema: Wassersport
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Regatta Nordsee / Ostsee : Kieler Woche - Die Welt zu Gast in KIEL.SAILING CITY
03.05.2005 15:42 (4055 x gelesen)

Die Welt zu Gast in KIEL.SAILING CITY

Die Kieler Woche ist auch in ihrem 123. Jahr ein faszinierendes Kaleidoskop unterschiedlichster Themen und Veranstaltungen. Sie baut Brücken und führt Menschen zusammen. Tradition und Moderne – beide haben hier Platz und befruchten sich gegenseitig. Fest verwurzelt mit einem unverwechselbaren Profil und doch jedes Mal wieder ein spannendes neues Erlebnis: Das ist die Kieler Woche. Mit der einzigartigen Verbindung von Politik, Kultur, Wissenschaft, Sport und Unterhaltung setzt sie nach wie vor Maßstäbe. Ihre traditionelle Ausrichtung auf Völkerverständigung und friedlichen kulturellen Austausch ist gerade in Zeiten vieler internationaler Konflikte wichtiger denn je.


Aus einer ersten großen Segelregatta im Jahr 1882 ist die Kieler Woche einst hervorgegangen. Auch heute noch ist das Segeln in seiner ganzen Bandbreite der unumschränkte Mittelpunkt. Der kaum überschaubare Mastenwald auf der Förde und an den Kais unterstreicht das einzigartige maritime Flair von KIEL.SAILING CITY. Über 5.000 Seglerinnen und Segler mit rund 2.000 Booten und Surfbrettern aus mehr als 50 Nationen sowie Crews auf etwa 250 Hochseeyachten werden zur größten Segelsportveranstaltung der Welt vor Kiel-Schilksee auch in diesem Jahr erwartet. Dazu kommen noch rund 900 Aktive bei den Kutter-Wettfahrten auf der Innenförde. Außerdem sind rund 100 Groß- und Traditionssegler bei der Kieler Woche zu Gast in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Das ist KIEL.SAILING CITY pur.

Aber die Kieler Woche findet keineswegs allein auf dem Wasser statt. Sie ist an Land ein Sommerfest der Superlative. Auf der einen Seite Schiffs- und Mastengewimmel und auf der anderen Seite politische Begegnungen, Treffen der Flottenverbände, wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch, gesellschaftspolitische Vorträge, Theateraufführungen, Kunstausstellungen, sportliche Turniere, internationale Köstlichkeiten, Kindervergnügen sowie Musik von Klassik bis Rock unter freiem Himmel. Eine Mischung, die seit Jahrzehnten fasziniert und jedes Jahr wieder über drei Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt anlockt.

Politik und Gesellschaft

Die Kieler Woche ist traditionell ein Treffpunkt für Politiker, Diplomaten und Wissenschaftler aus aller Welt. In Vorträgen, Diskussionen und Gesprächsforen werden aktuelle Themen aufgegriffen. Bundespräsident Horst Köhler eröffnet nicht nur am Sonnabend die Kieler Woche 2005, sondern ist auch am Sonntagvormittag, 19. Juni, Gast des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Das renommierte Kieler Institut vergibt gemeinsam mit der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt und der Industrie- und Handelskammer zu Kiel erstmals den „Weltwirtschaftlichen Preis”. Dabei werden ein Wirtschaftswissenschaftler, ein Unternehmer und ein Politiker geehrt, die einen herausragenden Beitrag zur Stärkung der Rolle Europas in der Weltwirtschaft geleistet haben.

In einer Festsitzung der Ratsversammlung wird am Sonntag, 26. Juni, der Wissenschaftspreis der Landeshauptstadt Kiel verliehen. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis teilen sich die Professoren Dr. Stefan Rose-John und Dr. med. Stefan Schreiber. Die beiden Wissenschaftler der Kieler Christian-Albrechts-Universität werden für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen Biochemie und Mo-lekularbiologie ausgezeichnet. Der Wissenschaftspreis wird im jährlichen Wechsel mit dem Kieler Kulturpreis vergeben. Die Verleihung findet immer während der Kieler Woche statt.

Auf Einladung des Schleswig-Holsteinischen Landtages treffen sich am Sonntag und Montag, 19. und 20. Juni, Abgeordnete der Parlamente der nordischen Länder und der übrigen Ostseeanrainerstaaten sowie der autonomen Regionen Grönland, Färöer und Ã…land-Inseln. Bei ihrem Kieler-Woche-Gespräch am Montag, 20. Juni, diskutieren sie über „Identität – Realität – Finalität: Wo steht die EU ein Jahr nach der Erweiterung?”. Traditionell sind Diplomatisches und Konsularisches Korps während der Kieler Woche zu Gast in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Delegationen aus Kiels Partnerstädten und aus befreundeten Kommunen vornehmlich im Ostseeraum nehmen von Sonnabend bis Montag, 18. bis 20. Juni, am Internationalen Städteforum teil. Diese Konferenz beschäftigt sich in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Kieler Fachhochschule mit dem Thema „Von Partnern lernen – Zukunft der Städte und Geschlechtergerechtigkeit”. Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden sind beim Städteforum auch Workshops am Sonntag und Montag vorgesehen.

Traditionell beteiligen sich weitere Institutionen, Verbände und Vereine mit eigenen Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen an der Kieler Woche.

Wissenschaftler des Instituts für Weltwirtschaft stellen von Montag bis Donnerstag, 20. bis 23. Juni, jeweils um 18 Uhr im Hörsaal des Instituts am Hindenburgufer bei öffentlichen Vorträgen ihre Thesen vor. „Was bringt der europäische Emissions-handel für CO2?”, fragt Prof. Dr. Gernot Klepper zum Auftakt der Reihe. Prof. Dr. Henning Klodt beschäftigt sich mit der Frage „Mehr Arbeitsplätze durch Auslandsinvestitionen?”. Über „Wachstumsaussichten für Deutschland: Geht es nun wirklich aufwärts?”, spricht Prof. Dr. Joachim Scheide. Abschließend stellt Dr. Claus-Friedrich Laaser „Die Ostsee als Integrationsmotor” vor. Über „Neuigkeiten aus Neptuns Reich” berichten Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Meereswissen-schaften IFM-GEOMAR der Kieler Universität bei öffentlichen „Aquarium-Vorträgen” an der Kiellinie von Montag bis Sonnabend, 20. bis 25. Juni, jeweils von 18.15 Uhr an. Dabei geht es unter anderem um „Klima in der Krise? Welche Rolle spielt der Mensch?” mit Dr. Karl Bumke, „Die verschwundenen Fjorde von Olden-burg: Geoarchäologische Untersuchungen zum Meeresspiegelanstieg in der westlichen Ostsee” von Dr. Olaf Jacobsen, „Black Smoker und Co.: Einzigartige Öko-systeme und potenzielle Rohstofflieferanten am Meeresgrund” mit Dr. Sven Peter-sen und „Die Platten sind los: Plattentektonik, Erdbeben und der Zusammenhang mit Tsunamis” von Dr. Andreas Wittwer. Um die Tsunami-Forschung und die Entwicklung von Frühwarnsystemen, an denen das IFM-GEOMAR beteiligt ist, geht es auch bei einer Zelt-Ausstellung direkt neben dem Institutsgebäude an der Kiellinie. Zudem gibt es dort Wissenswertes zur Klimaforschung und zur Geschichte der Tiefenmessungen im Meer – Alexander Behm hat 1912 in Kiel das Echolot erfunden. In einem Schülerlabor werden außerdem verschiedene Themen und Methoden der modernen Meeresforschung vorgestellt. Mit welchen Geräten die Wissenschaftler „Neuigkeiten aus Neptuns Reich” erfahren, kann man am Freitag, 24. Juni, beim „Open Ship” auf dem Forschungsschiff „Alkor” sehen. Ihr Engagement zur Kieler Woche rundet die Christian-Albrechts-Universität mit einem Gastvortrag des renommierten Philosophie-Professors Jürgen Mittelstraß ab. „Wissenschaft und Bildung. Eine unglückliche Beziehung?”, ist die Frage, die er seinem Publikum am Donnerstag, 23. Juni, um 18 Uhr im Audimax der Universität stellt.

Das „Leben mit Behinderung in der Bürgergesellschaft” wird bei einer Veranstaltung des Vereins Arbeit für Behinderte am Montag, 20. Juni, in den Räumen der Sparkasse Kiel thematisiert. Um die „Sicherung der sozialen Sicherungssysteme vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Europa” geht es bei einem Forum, zu dem der dbb beamtenbund und tarifunion Schleswig-Holstein und der Schleswig-Holsteinische Richterverband am Freitag, 24. Juni, ins Kieler Schloss einladen. Die künftige Gesetzgebung im Gesundheitswesen steht im Mit-telpunkt der Veranstaltung „15 Monate und was dann? Vorstellungen für eine Gesundheitsreform nach der Bundestagswahl 2006”, die das Fritz Beske Institut für Gesundheits-Systemforschung gemeinsam mit der Hermann Ehlers Akademie am Freitag, 17. Juni, im Hotel Steigenberger Conti Hansa organisiert. Um die „Aktuelle Entwicklung in der Standespolitik” geht es bei der 8. Kieler-Woche-Tagung der PraxisKlinik Kiel am Sonnabend, 18. Juni, in den Räumen des Forschungszent-rums für marine Geowissenschaften (GEOMAR) auf dem Seefischmarkt an der Schwentinemündung.

Mit Gottesdiensten und einer Ausstellung unterstützt die St. Nikolai-Kirche am Alten Markt unter dem Titel „Brot für die Welt ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein” die Sommertour der Hilfsorganisation zum Thema „Lebensmittel Wasser”. Auf das Jubiläum „20 Jahre Städtepartnerschaft” weist die Ausstellung „Schönes Gdynia – eine Partnerstadt stellt sich vor” im Rathaus von Freitag, 17. Juni, an hin. Während der Kieler Woche 1985 wurden die Partnerschaftsverträge unterzeichnet.

Zum Jubiläum „50 Jahre Bundeswehr” präsentieren sich von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Juni, die Teilstreitkräfte in einer großen Ausstellung am Hindenburgufer. Eine davon gehört zu Seele der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt: die Marine. Ihre Heimat ist der Tirpitzhafen. Dort aber wird sie zur Kieler Woche nicht allein sein. Zum traditionellen Internationalen Flottentreffen werden viele Gäste erwartet. Die amerikanische Marine hat drei Schiffe mit über 1.700 Crewmitgliedern angekündigt, die britische Royal Navy will mit sechs Schiffen nach Kiel kommen. Kurs auf die Kieler Woche nimmt auch das spanische Segelschulschiff „Juan Se-bastián de Elcano”, sehr zur Freude der Windjammer-Fans. Denn die „Gorch Fock” wird zur Kieler Woche 2005 fehlen. Sie kehrt von ihrer aktuellen Reise ins Mittelmeer erst lange nach der Festwoche zurück in ihren Heimathafen Kiel. Im Marinefliegergeschwader in Kiel-Holtenau feiert man ebenfalls Jubiläen. Das „5th Kiel-SAR-Meet”, das größte Treffen von Rettungsfliegern und ihren Hubschraubern in Europa, steht von Donnerstag bis Montag, 23. bis 27. Juni, in Verbindung mit „30 Jahre Sea King Hubschrauber im SAR-Dienst des Marinefliegergeschwaders 5”. Die Marinerflieger laden am Sonnabend, 25. Juni, von 10 bis 16 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür” auf ihr Flughafengelände ein.

Segeln

Aus einer Regatta 1882 hervorgegangen, nach dem Zweiten Weltkrieg um gesellschaftspolitische, kulturelle und sommerfestliche Elemente ergänzt, ist das Segeln bis heute Ausgangs- und Mittelpunkt der Kieler Woche geblieben. Insgesamt werden zur größten Segelsportveranstaltung der Welt auch in diesem Jahr wieder mehr als 5.000 Seglerinnen und Segler aus über 50 Nationen mit rund 2.000 Yachten, Jollen und Surfbrettern im Olympiazentrum Schilksee erwartet. Auf den neun Regattabahnen der Kieler Außenförde sind 420 Starts geplant. 15 Bootsklassen im internationalen Teil von Sonnabend bis Dienstag, 18. bis 21. Juni, und 14 Disziplinen im olympischen Part von Mittwoch bis Sonntag, 22. bis 26. Juni, sind in KIEL.SAILING CITY vertreten.

Trotz ihres stolzen Alters von 123 Jahren bieten die Segelwettbewerbe immer ein modernes Format. Das liegt nicht zuletzt am obersten Wettfahrtleiter Dieter Rümmeli, der zwei Jahrzehnte an der Spitze des Regattaausschusses die Geschicke der größten Segelsportveranstaltung der Welt lenkte. Seine 20. Kieler Woche aber wird auch seine letzte sein. Bereits zu Jahresanfang hat „Mr. Kieler Woche” den Vorsitz im Regattaausschuss an Jobst Richter abgegeben, der künftig zusammen mit Thomas Ross und Sven Christensen die Wettfahrtleitung übernimmt. Zur Kieler Woche 2005 ist Rümmeli aber noch im Boot, um vor Ort im Olympiazentrum Schilksee seine Aufgaben endgültig an das Nachfolgertrio zu übergeben.

Rümmeli geht nicht, ohne nochmals einige Zeichen zu setzen. Gemeinsam mit den Veranstaltervereinen Kieler Yacht-Club (KYC), Norddeutscher Regatta-Verein (NRV), Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) und Hamburger Segel-Club (HSC) wurden Veränderungen bei den Bootsklassen beschlossen. Um ein modernes, internationales Niveau zu halten, wurden die Nachwuchs-Klasse 29er vorerst für dieses Jahr und die aufstrebende Kielbootklasse Bénéteau 25 in den internationalen Teil der Kieler-Woche-Regatten aufgenommen. Dafür musste der Kielzug-vogel weichen. Außerdem trennte man sich nach einem Jahr von den Kite-Surfern, die ihre akrobatischen Kunststücke mittlerweile um Preisgelder vorführen. Solche Prämien soll es bei der Kieler Woche aber auch in Zukunft nicht geben. Um den 15 Klassen optimale Bedingungen bieten zu können, werden erstmals im internationalen Teil alle acht Dreiecks-Bahnen vor Schilksee aktiviert. Mit einer Ausnahme gehen dann maximal nur noch zwei Klassen pro Bahn an den Start.

Nach den Beschlüssen der International Sailing Federation (ISAF) über neue Klassen für Olympia gibt es natürlich auch im olympischen Teil der Kieler Woche von Mittwoch bis Sonntag, 22. bis 26. Juni, Veränderungen. So werden selbstverständlich die neue Damenklasse Laser radial und das neue Surfbrett Neil Pryde RS:X für Damen und Herren in den olympischen Part aufgenommen. Da das neue Brett für die Olympischen Segelwettbewerbe 2008 im chinesischen Qingdao derzeit noch kaum erhältlich ist, haben sich die Veranstalter entschlossen, bei der Kieler Woche 2005 Surferinnen und Surfer der – olympisch ausgemusterten – Klasse Mistral One Design ausnahmsweise an den Start gehen zu lassen. Damit sind 14 Disziplinen inklusive der Paralympic-Klasse 2.4mR für Segler mit Behinderung im olympischen Kieler-Woche-Part vertreten. Olympiasieger und Weltmeister geben sich in KIEL.SAILING CITY ein Stelldichein. Ein Jahr nach Olympia in Athen suchen die weltbesten Seglerinnen und Segler den internationalen Vergleich zu Beginn ihrer neuen Olympiakampagne für 2008 in Qingdao.

Neue Wege werden auch bei den Wettbewerben der Hochseeyachten beschritten, die traditionell mit dem Start auf der Innenförde zur „Aalregatta” ins benachbarte Eckernförde am Sonnabend, 18. Juni, um 9 Uhr die Kieler-Woche-Regatten eröffnen. Nach der Rückregatta am Sonntag, 19. Juni, wird es dann auf der Seebahn Alpha ernst. Bei den Kurzwettfahrten um den Kiel-Cup von Montag bis Mittwoch, 20. bis 22. Juni, der Mittelstrecke um den Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg am Donnerstag, 23. Juni, und der Langstrecke Fehmarn-Regatta von Freitag bis Sonnabend, 24. bis 25. Juni, geht es nämlich erstmals für die Seesegler in den vier IMS-Klassen um den Titel „Kieler-Woche-Sieger”. Sie werden am Sonnabend, 25. Juni, bei einer großen Seebahn-Siegerehrung gekürt und mit Medaillen dekoriert. Für Crews, die mit ihren Yachten am 3. Juli an der Großveranstal-tung Gotland-Runt-Regatta teilnehmen wollen, wird am Sonntagnachmittag, 26. Juni, als Segelabschluss der Kieler Woche eine Zubringerwettfahrt über rund 480 Seemeilen nach Sandhamn in Schweden gestartet.

Die Kieler Woche bietet Segelsport der Spitzenklasse. Auf Traditionsseglern, Fördedampfern oder großen Fähren begleiten täglich Tausende die Wettfahrten, begeistern sich in gebührendem Abstand an den imponierenden Bildern auf der Kieler Förde. Mittendrin sein aber können Segelfans mit dem offiziellen „Kieler-Woche-Schiff”. Es ist mit Sonderrechten ausgestattet und fährt täglich zu einer der Regattabahnen. Näher am Geschehen geht nicht. Mit kompetenter Kommentierung durch den Kieler Segelsportjournalisten Jochen Halbe, der ständig Funkkontakt zur Wettfahrtleitung hat, sind die Gäste an Bord hautnah bei Start, Wendetonnen und Ziel dabei. Natürlich werden auch die Ergebnisse der Wettfahrt direkt an Bord übermittelt. Buchen können Segelbegeisterte Plätze auf dem Kieler-Woche-Schiff über die Tourist Information Kiel, Telefon 01805 - 65 67 00.

An den neun Regattatagen herrscht im Olympiazentrum Schilksee eine besondere Atmosphäre. Ein Besuch dort lohnt sich insbesondere, wenn am Vormittag die Seglerinnen und Segler ihre Boote klar machen und das „große Gewusel” beginnt oder wenn am Nachmittag die Crews vom Segeltag zurückkehren. Am Dienstag, 21. Juni, sollte man allerdings bis zum späten Abend bleiben. Zum „Schichtwechsel” von den internationalen zu den olympischen Klassen wird das „mobilcom-Seglerfeuerwerk” den Nachthimmel über Schilksee erhellen.

KIEL.SAILING CITY bietet an den neun Festtagen die ganze Bandbreite des Segelns – von sportlich-akrobatisch über elegant-klassisch bis zu gemütlich-traditionell. Auf der Innenförde vor dem Hindenburgufer geht es bei den 116. Marinekutterregatten mit rund 900 Aktiven auch um Punkte und Pokale. Unter anderem werden dabei die offenen Landesjugendmeisterschaften ausgetragen. Die Kutter erfreuen sich nämlich in den Jugendabteilungen der Segelvereine und an einigen Schulen großer Beliebtheit.

Während am Auftakt-Sonnabend, 18. Juni, die modernen Regattayachten nach dem Start zur „Aalregatta” um 9 Uhr vor dem Sportboothafen Düsternbrook auf dem Weg nach Eckernförde sind, treffen sich beim alten Olympiahafen elegante Segelschiffe unterschiedlichster Größe zum „Rendezvous der Klassiker”. Über 120 Jollen und Yachten, mindestens 30 Jahre alt, werden dazu erwartet. Als besondere Bootsklasse wurden die H-Jollen eingeladen, die in diesem Jahr den 80. Klassen-geburtstag feiern. Nach einer Wettfahrt um den Classic-Kiel-Cup, einem echten Kieler-Woche-Pokal aus dem Jahr 1909, versammeln sich die Klassiker im Hafen und stellen sich den kritischen Blicken der nichtsegelnden „Sehleute”.

Aus „Sehleuten” Seeleute zu machen, ist das Ziel des Camp 24|sieben. Das von den Stadtwerken Kiel als Hauptsponsor präsentierte und vom Team KIEL.SAILING CITY der Landeshauptstadt organisierte einzigartige Segelprojekt, in dem insbesondere Kieler Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen mit dem Segeln machen, hat während der Kieler Woche ein für alle offenes Sonderprogramm. Schnuppertörns auf Jollen, Kuttern und Traditionsseglern für alle werden angeboten. Am Vormittag geht es dabei unter anderem mit Kuttern zur Kutterregatta auf der Innenförde. Dafür ist eine Voranmeldung übers Internet unter www.camp-24sieben.de  nötig. Nachmittags ist „Open Camp”. Dann kann man spontan direkt im Camp 24|sieben an der Kiellinie nahe der Reventloubrücke für einen einstündigen Segeltörn anheuern.

Ein Fest für „Sehleute” und Seeleute gibt es am zweiten Kieler-Woche-Sonnabend, 25. Juni, wenn gut 100 Gaffel- und Topsegelschoner, Barkentinen, Brigantinen, Briggs, Barken und Vollschiffe aus vielen Nationen ihre Liegeplätze verlassen. Hinter dem spanischen Segelschulschiff „Juan Sebastián de Elcano” formieren sie sich auf der Innenförde zur großen Windjammerparade. Sie beginnt um 11 Uhr. Wenn der Wind mitspielt, setzen die Groß- und Traditionssegler alle Segel. In Paradeformation segeln sie gemeinsam fördeauswärts durch die Friedrichsorter Enge und am Laboer Ehrenmal vorbei. Danach löst sich die Parade auf, die Schiffe gehen auf individuelle Kurse. Begleitet werden die Majestäten der Weltmeere bei diesem Sommerfest auf See von unzähligen kleinen Yachten und Booten. Zigtausende säumen die Ufer, um dieses beeindruckende Schauspiel auf der Kieler Förde mitzuerleben.

Mit dem Shuttle-Dienst zwischen den Parkplätzen und dem Olympiazentrum Schilksee sorgt BMW für Mobilität der Gäste. Als Partner und Presenter der Kieler Woche holt der internationale Automobilkonzern den Segelsport wieder mitten in die Innenstadt. Den ganzen Tag über dreht sich auf dem und am BMW Bootshafen – fast – alles ums Segeln. Für Jung und Alt, für Wassersportbegeisterte und Landratten gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Zum Schnuppersegeln werden die Jüngsten eingeladen. Gewinnspiele, viele Attraktionen und Informationen rund um das Thema BMW Yachtsport locken. Höhepunkt der mehrfach am Tag angebotenen Informationstour „Faszination AmericaÂ’s Cup” durch den BMW Bootshafen ist die Besichtigung des Trainingsbootes USA-61 des BMW ORACLE Racing Teams. Armkraft an den Kurbeln ist beim Grinding-Wettbewerb gefragt, eine ruhige Hand am Ruder beim Match-Race-Simulator, die richtige Antwort beim BMW-Autohaus-Hansa-Segelquiz. Am frühen Abend werden die Match-Race-Sieger gekürt und am Sonntag, 26. Juni, abends die Gewinner des Segelquiz gezogen. Moderiert vom NDR-Segelexperten Peter Carstens werden allabendlich auf der Großbildleinwand bei den täglichen BMW Regatta News die Höhepunkte des Tages von den Regattabahnern vor Schilksee gezeigt und Interviews mit Kieler-Woche-Aktiven geführt. Dazu kommen aktuelle Bilder, Berichte und Hintergrundinformationen über die Vorbereitungen auf die Wettfahrten um den AmericaÂ’s Cup 2007 des BMW ORACLE Racing Teams und anderer Syndikate. Mit der „Night of the Champions” wird am Sonnabend, 25. Juni, zu einer Gala der Olympiasieger und anderer Segelgrößen an den BMW Bootshafen eingeladen. Einen Bogen schlägt der Automobilkonzern natürlich auch zu seinen Produkten und dem Engagement im Motorsport. Unter dem Motto „BMW Clean Energy” stellen die Bayern ihr mit Wasserstoff betriebenes Zukunftsmodell H2R vor. Im BMW.Williams F1 Truck und am Rennsimulator lässt sich der Reiz der Formel 1 hautnah erleben. Am Eröffnungswochenende der Kieler Woche werden zudem die Qualifyings und das Rennen um den Großen Preis der USA aus Indianapolis live auf der Großbildwand gezeigt. Dort sind sonst allabendlich preisgekrönte Filme vom BMW Kurzfilmwett-bewerb des deutschen Filmnachwuchses sowie BMW Filme bekannter Hollywood-größen zu sehen.

Sport

Segeln ist viel in KIEL.SAILING CITY, aber beileibe nicht alles. Die Sportstadt an der Förde hat während ihrer Festwoche noch jede Menge anderen Sport zu bieten. Zahlreiche Kieler Vereine richten Wettbewerbe zum Teil mit internationaler Beteiligung aus. Über 50 Sporttermine in 25 verschiedenen Sportarten finden sich im Kieler-Woche-Programm. Zu den Klassikern gehört das Radrennen „Rund um den Kleinen Kiel”, das am Sonntag, 19. Juni, zum 57. Mal ausgetragen wird. Zum 47. Internationalen Kieler Gymnastiktreffen lädt der Ellen Cleve-Kreis ein und verbindet dies mit einem mehrtägigen Workshopangebot bei der „Kieler Akademie für Moderne Gymnastik, Rhythmik und Tanz”. Der 15. Schietwetter-Cup am Sonnabend, 18. Juni, auf dem Professor-Peters-Platz ist eines der größten deutschen Rugby-Turniere. Ein Ländervergleich zwischen Schleswig-Holstein und Jütland (Dänemark), Starostwo Szczecineckie (Polen) und Mecklenburg-Vorpommern ist Teil der 31. Internationalen Kieler-Woche-Kanuregatta vor der Kiellinie am ersten Wochenende, 18. und 19. Juni. Dass Alter nicht vor Leistung schützt, wird am Sonntag, 19. Juni, bei den Landesmeisterschaften im Seniorenturnen unter Beweis gestellt. Mit dabei ist Carl Breier, 94, Deutschlands ältester aktiver Leistungsturner. Die in Deutschland noch recht junge Sportart Sambo stellt sich bei einem Internationalen Kieler-Woche-Turnier am Sonnabend, 25. Juni, in der Turnhalle des Bildungszent-rums Mettenhof vor. Sambo ist eine russische Variante des Ringkampfes und wird auch von vielen Aussiedlern betrieben.

Während der Kieler Woche wird außerdem gebowlt, gefochten, gegolft, gerudert und geschossen. Auf dem vielfältigen Sportprogramm stehen auch Fußball, Hand-ball, Judo, Kanupolo, Kartslalom, Minigolf, Pétanque, Rolltanz, Schach, Schlagball, Skat und Unterwasserrugby. Einige dieser Sportarten sind am Mittwoch, 22. Juni, vertreten, auf den sich viele Kieler Schülerinnen und Schüler freuen. Denn beim Sportfest der Schulen steht nur das Fach auf dem Stundenplan, das vielen am meisten Spaß macht. Der Schulsporttag geht mit dem 22. Schülerstraßenlauf „O-lympic Day Run” zu Ende.

Kultur

Die Kieler Woche ist ein anspruchsvolles und großes Kulturereignis in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Hochkarätige Ausstellungen, klassische Konzerte, literarische Begegnungen, sehenswerte Theateraufführungen, spontane Kunstaktionen und Performances sind seit Jahrzehnten bedeutende Bestandteile des vielfältigen Sommerfestes.

Kiels öffentliche und private Galerien locken mit besonderen Ausstellungen in ihre Häuser. Die Kieler Stadtgalerie zeigt „views from abroad [zeitgenössische kunst aus japan]” und greift damit den Länderschwerpunkt Japan des Schleswig-Holstein Musik Festivals, nächste internationale Großveranstaltung im Land zwischen den Meeren, auf. Nicht Künstler aus der Großregion Tokio, wie meist bei japanischen Ausstellungen in Europa, sind hier vertreten. Vielmehr wurden solche berücksichtigt, die überwiegend in Deutschland leben oder sich hier längere Zeit als Stipendi-aten aufhielten. Die Sprache der internationalen Kunst beherrschend, haben sich eigenständige Facetten und Positionen mit japanischen Eigenheiten entwickelt. Die Kunsthalle zu Kiel bietet Einblicke in „Die Kopenhagener Schule”. Die groß angelegte Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben zeigt auf, wie sich in der Akademie der dänischen Hauptstadt um 1800 eine eigenständige Kunst entwickelt hat, die Einfluss auf Künstler vor allem in Schleswig-Holstein und Hamburg, aber auch in ganz Deutschland und bis hin nach Rom ausübte. Die Schau ist nur in Kiel zu sehen und dürfte ein kultureller Glanzpunkt im Norden werden. Die Ausstellungen im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum beschäftigen sich mit maritimen Themen. „110 Jahre Nord-Ostsee-Kanal” wird im Stadtmuseum Warleberger Hof anhand von Aufnahmen des Fotografen Markus Kröger und historischen Dokumenten ver-anschaulicht. Die Ausstellung von Marine-Uniformen der „Blauen Jungs” zeigt zeitgleich, wie sich der einst „Kieler Anzug” genannte dunkelblaue Zwirn sogar zum beliebten Kleidungsstück im Binnenland entwickelte. Das Schifffahrtsmuseum geht ein auf die Geschichte der „U-Boote aus Kiel. Vom Brandtaucher bis zur U-Boot-Klasse 212". Bilder und Skulpturen von Silke Silkeborg zeigt zur Kieler Woche die Hans-Kock-Stiftung. Einen doppelten Geburtstag feiert unterdessen der neue Botanische Garten der Christian-Albrechts-Universität. Der wissenschaftliche Garten wird 20 Jahre alt und präsentiert zur Kieler Woche den 10. Skulpturensommer. Jubiläumshöhepunkt ist ein Bildhauer-Symposium mit Stein-, Metall- und Holzbild-hauern. Im Flandernbunker nahe des Marinestützpunktes Kiel-Wik zeigt der Verein Mahnmal Kilian die Ausstellung „60 Jahre nach Kriegsende: Kiel - Brest, zwei europäische Kriegshafenstädte in Feindschaft und Versöhnung”. Kiel und Brest sind seit 41 Jahren Partnerstädte. Außerdem lädt die Muthesius-Kunsthochschule am Kieler-Woche-Mittwoch, 22. Juni, zum „Tag der offenen Tür” ein und einige Kieler Künstler öffnen während der Festwoche ihre Atelier-Türen.

Das klassisch-musikalische i-Tüpfelchen der Kieler Woche ist ohne Frage das vom Verein zur Förderung der Kieler Woche präsentierte Classic-Open-Air-Konzert am Mittwoch, 22.Juni, auf der HSH Nordbank Bühne vor dem Rathaus. Der weltberühmte Cross-Classic-Star Angelika Milster und das Philharmonische Orchester Kiel unter Leitung von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch bieten unter anderem Titel aus „Cats” und „Sunset Boulevard”. Auch am Abschluss-Sonntag, 26. Juni, ist das Philharmonische Orchester Kiel aktiv. Im Kieler Schloss stehen beim 9. Philharmonischen Konzert „Trois Nocturnes” von Claude Debussy und „Die Planeten”, Opus 32, von Gustav Holst auf dem Programm. Kammermusik von Mozart, Ja-náceck und Verdi gibt es im Opernhaus am Sonntag, 19. Juni, bei der 8. Musikali-schen Matinee. Kiels Kirchen laden in der Kieler Woche zu zahlreichen Konzerten ein. „Europäische Abendlieder a cappella” bietet das Palestrina-Ensemble unter Leitung von Andreas Koller am Sonntag, 19. Juni, in der Ansgarkirche und am Donnerstag, 23. Juni, in der Pauluskirche. Das Kieler Kammerorchester präsentiert sich einen Tag später in der Petruskirche. Vor der Nacht der Chöre in der St. Niko-lai-Kirche am Mittwoch, 22. Juni, lädt der Kirchenkreis Kiel dort zu „Die halbe Stunde - Klezmer poetisch” ein. Der Kammerchor der Neuapostolischen Kirche Kiel bietet am Freitag, 24. Juni, ein geistliches Konzert unter dem Motto „Deines KindÂ’s Gebet erhöre”. Streichquintette von Luigi Bocherini spielt das Ensemble „Camerata Berolinensis” am Sonntag, 26. Juni, in der Universitätskirche.

Ihre ganze Bandbreite bringen die städtischen Bühnen mit Oper, Schauspiel und Ballett ins Kieler-Woche-Programm ein. Höhepunkt kurz vor dem Theater-Saisonfinale ist die Premiere der selten aufgeführten Oper „Platée” von Jean-Philippe Rameau am Sonntag, 19. Juni, im Opernhaus. Weitere Highlights auf dem Opernhaus-Programm sind Leonard Bernsteins Musical „On the Town” am Freitag, 24. Juni, oder die Doppel-Opern-Aufführung „Eine florentinische Tragödie” von Alexander von Zemlinsky nach Texten von Oscar Wilde und „Gianni Schicchi” von Giacomo Puccini mit Texten von Giovacchino Forzano. Der „Tragödie erster Teil” von Goethes „Faust”, Simon Stephens „Port” und die Tragödie „Antigone” von Sophokles stehen auf dem Spielplan des Schauspielhauses. Auf der dortigen Studiobühne kommt Hans Christian Andersens Stück „Der Mulatte” am Sonnabend, 25. Juni, zur Deutschen Erstaufführung. Zu einer Gala lädt am Dienstag, 21.Juni, das Ballett. Dabei zeigen die Kieler und Gäste verschiedener internationaler Tanz-Ensembles Ausschnitte aus ihren Repertoires.

Die Niederdeutsche Bühne Kiel hat die turbulente Komödie „Sex na Stündenplan” und das vergnügliche Kriminalstück „Arsenik un ole Spitzen” auf dem Kieler-Woche-Plan. Das schwedische Einpersonenstück „Bagger” steuert das Theater „Die Komödianten” bei. Das einzige seetüchtige Schiffstheater Europas, von seinem Eigner Eberhard Möbius schlicht „Das Schiff” genannt, ist längst Stammgast der Kieler Woche. „Kaba - rette sich wer kann!” fordern Katja Geist und Heinz Rennack bei ihrem aktuell-satirischen „Streifzug durch die 10. Muse” auf dem Hamburger Kulturdampfer, der von Donnerstag bis Dienstag, 16. bis 28. Juni, im Kieler Germaniahafen festmacht.

Zu einer literarischen Begegnung lädt die Deutsch-Französische Gesellschaft ein. Die Autorin Camille Laurens liest am Montag, 20. Juni, im Literaturhaus Schleswig-Holstein im Alten Botanischen Garten aus ihren Werken „LÂ’amour, roman” und „Cet absent-là” und stellt sich einen Tag später den Studierenden des Romanischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität in einem Kolloquium unter dem Titel „Voiles et dévoilment: se dire et sÂ’interdire”. Dem berühmten Dänen Hans-Christian Andersen widmet die Arbeitsgemeinschaft der Kieler Auslandsvereine am Donnerstag, 23. Juni, ihre traditionelle Kieler-Woche-Veranstaltung. „Ein Glücksstern leuchtet über mir” ist die Hommage in der Schleswig-Holsteinischen Landesbiblio-thek zum 200. Geburtstag des großen Erzählers aus dem Nachbarland über-schrieben. Zu einer „Literarischen Matinee” bittet der Verein Euterpe am 19. Juni ins Literaturhaus. Zwei Tage später findet dort eine „Soiree” der Goethe-Gesellschaft statt.

Sommerfest

Ausgelassene mediterrane Stimmung in der ganzen Stadt, Open-Air-Musik auf 15 Bühnen, fröhliche Stimmung allerorten, Menschen feiern auf Straßen und Plätzen, Kinder spielen und toben, Gaukler und Jongleure sind unterwegs, für Speisen und Getränke von allen Kontinenten ist gesorgt. Gemeinsam mit ihren Gästen aus aller Welt feiern die Kielerinnen und Kieler neun Tage lang ein großes internationales Fest voller Lebensfreude.

Pünktlich um 19.30 Uhr wird die 123. Kieler Woche am Sonnabend, 18. Juni, auf dem Rathausplatz eingeläutet. Mit sieben Glasen – drei Doppelschlägen und einem einfachen Schlag einer Schiffsglocke – beginnt die traditionelle Eröffnungszeremonie. Nach kurzen Ansprachen gibt dann Bundespräsident Horst Köhler mit einem Schiffshorn weithin hörbar das Signal „Leinen los!”. Damit ist die Kieler Woche 2005 offiziell eröffnet. Eingebettet ist die kurze Zeremonie in ein Musikprogramm des Norddeutschen Rundfunks. Von 19 Uhr an sorgen „Get Hip” für Stimmung. Um 20.15 Uhr erobert dann Achim Reichel mit seiner Band die HSH Nord-bank Bühne vor dem Kieler Rathaus. „Manfred MannÂ’s Earth Band” setzt dort das Programm von 22.15 Uhr an fort. Aber nicht nur auf dem Rathausplatz ist Party-Time. In der gesamten Innenstadt wird beim Holstenbummel auf vielen Bühnen bis Mitternacht gerockt und gerollt.

Allerdings beginnt bereits am Freitagabend, 17 Juni, mit dem „Soundcheck” das große zehntägige Open-Air-Festival Kieler Woche auf fast allen Bühnen. Insgesamt rund 300 Bands und Interpreten sorgen für musikalische Vielfalt von Klassik bis Rock. Unter anderem geben „Fury in the Slaughterhouse”, „Torfrock”, Annett Louisan, „Lotto King Karl”, „Juli”, Abi Wallenstein, „Invisible Touch”, Stefan Gwildis, „The Sweet”, Laith Al-Deen, Jimmy Somerville und Mousse T. mit Band während der Kieler Woche ihre musikalischen Visitenkarte an der Förde ab. Insbesondere auf der mobilcom-Bühne nahe des Landeshauses, der NDR-Bühne am Ostseekai sowie in der Kai-City an der Hörn, wo die drei schleswig-holsteinischen Privatra-diosender RSH, delta radio und Radio NORA ihre Bühnen aufbauen, kommen Liebhaber unterschiedlichster Stile voll auf ihre Kosten. Wenn die Bühnen unter freiem Himmel um Mitternacht Schluss machen, beginnt in der Pumpe das musika-lische Leben erst richtig. Allabendlich stehen dort von 23 Uhr an Kieler Bands auf der Showbox-Bühne.

Neben dem Classic-Open-Air-Konzert mit Cross-Classic-Star Angelika Milster und dem Philharmonischen Orchester Kiel am Mittwoch, 22. Juni, auf der HSH Nordbank Bühne dürfte der Auftritt von Meret Becker mit einem speziell für Kiel zusammengestellten Programm, einer Welturaufführung also, am Dienstag, 21. Juni, auf der Freilichtbühne Krusenkoppel ein weiterer musikalischer Höhepunkt sein. Die dortige Konzertreihe „Gewaltig leise” hat mit den drei beliebten skandinavischen Sängerinnen Gitte Haenning, Wencke Myhre und Siw Malmkvist in einer gemein-samen Show am Freitag, 24. Juni, und dem Auftritt von Georgette Dee & Band mit dem Titel „Zu jeder Zeit – Ankommen” am Sonnabend, 25. Juni, noch mehr Leckerbissen im Programm. Längst Kieler-Woche-Kult ist das Freilichtbühnen-Konzert der heimischen Folkrock-Gruppe „Tears for Beers”, in diesem Jahr am Sonntag, 19. Juni.

Tagsüber gehört die Freilichtbühne Krusenkoppel dem Kindertheater. Matthias Meyer-Göllner und die Zappelbande laden am Sonnabend, 18. Juni, um 15 Uhr zum Mitmachen ein. Von Sonntag bis Sonntag, 19. bis 26. Juni, steht täglich um 15 Uhr die kunterbunte Kinder-Musikshow „Donikkl und die Weißwürschtl” auf dem Programm. Nebenan wird auf der Spiellinie, Deutschlands größtem Kinder-Kultur-Open-Air-Angebot unter dem Motto „1001 Nacht” während der Kieler Woche gebastelt, gehämmert, geschraubt, gemalt und getobt. Auf dem hügeligen Gelände in der Nähe des Schleswig-Holsteinischen Landtags entsteht in neun Tagen eine bunte, orientalische Landschaft.

Die Spiellinie gehört ebenso zu den beliebten Kieler-Woche-Klassikern wie der Internationale Markt auf dem Rathausplatz. Mehr als 30 Nationen präsentieren hier Speisen und Getränke, Kunsthandwerk und Folklore aus ihrer Heimat. Der finnische Stand schickt dabei seine Gäste täglich um 11 Uhr bei Nordic-Walking-Touren „In 30 Minuten um die Welt”. Die kulinarische Wanderung über die Kontinente ohne lästiges Kofferpacken wird von viel Musik an den Ständen und auf der HSH Nordbank Bühne begleitet. Von Folklore bis Pop, von Jazz bis Rock: Für je-den Geschmack ist etwas dabei. Höhepunkte neben dem Classic-Open-Air-Konzert am Mittwoch, 22. Juni, dürften die Auftritte der norwegischen Rockgruppe „Wild Touch” am Freitag, 17. Juni, der „Wayne Morris Band” am Dienstag, 20 Juni, oder der australischen Band „Naked Raven” am Freitag, 24. Juni, sein. Auch der Swing-Abend mit dem Polizeiorchester Schleswig-Holstein und dem Marinemusik-korps Ostsee am Dienstag, 21. Juni, zählt sicherlich dazu. Für Begeisterung dürfte ebenso die litauische Folkloregruppe „Ratilio” sorgen und das nicht nur auf dem Rathausplatz. Denn sie ist bei mehreren von Kielerinnen und Kielern selbst organisierten Stadtteilfesten und beim „Open Park”, dem großen Familienfest im Grünen auf dem Ostufer, am Sonnabend, 25. Juni, dabei.

Aber es muss nicht immer der Blick auf die Termine sein. Auch sonst gibt es viel zu sehen und zu erleben während der Festwoche. Straßentheater, Jongleure und Gaukler sind unterwegs, tauchen in der Holstenstraße, auf dem Rathausplatz, im Ratsdienergarten oder an anderen Orten plötzlich auf. Gut 20 Gruppen oder Einzelakteure hat das Kieler-Woche-Büro für rund 200 Auftritte engagiert. Auch beim Flanieren entlang der Uferpromenade trifft man sie. Denn auf der Kiellinien-Terrasse nahe des Seehund-Beckens steht die „Kleinkunstbühne”. Von Sonntag bis Sonntag, 19. bis 26. Juni, schlägt dort das Theater Margraf sein Domizil auf und schickt vier Mal täglich „Herrn Fröhlich” aufs Podium. Dazwischen amüsieren Komödianten wie Robert Blake, das Stelzentheater Skaramouche, Stangenakrobat Noah oder das lüdemanntheater mit „Fischer Kai auf hoher See” das Publikum. An drei Nachmittagen lädt die Kleinkunstbühne Kiellinien-Terrasse zur Comedy und Jonglageshow „Glitterabend”. Neben eigenen Standups präsentiert Sebastian Schnoy den Yo Yo Vize-Weltmeister Dennis, der dieses Spiel zur Kunst macht, und den Magier, Jongleur und Hochradakrobaten „JANOMANI” mit seiner rasanten Show.

Auf dem weiteren Weg entlang der Förde gibt es noch vieles mehr zu sehen und spürt man die maritime Atmosphäre hautnah. Das Mastengewimmel in den Häfen und an den Kais, die vielen großen und kleinen Boote auf dem Wasser, dazwischen die großen Fähren oder traumhafte Kreuzfahrtschiffe – das ist Kieler Woche pur. In diesem Jahr gibt es zudem noch etwas Neues zu entdecken. Beim Sporthafen Düsternbrook schwimmen nahe der Promenade Wasserflugzeuge, die die Förde zum Flugplatz machen. Mit ihnen können am zweiten Wochenende Rundflüge über Förde und Kieler-Woche-Geschehen unternommen werden. Anmeldungen nehmen die Piloten direkt in ihrem Zelt am Hafen entgegen.

Das größte Sommerfest im Norden Europas macht vieles möglich. Nur die Zeit kann auch die Kieler Woche nicht anhalten. Mit zwei Höhepunkten gehen die neun grandiosen Tage zu Ende: Am Sonnabend, 25. Juni, mit der Windjammerparade und dann einen Tag später mit dem großen HSH Nordbank-Höhenfeuerwerk, einem der schönsten in Europa. Der Abendhimmel über der Innenförde wird zur Leinwand für „Sternenzauber über Kiel”. Bunte Bilder und spektakuläre Effekte setzen den blitzenden und lauten Schlusspunkt der einzigartigen Sommerfestwoche. Zugleich sind die glitzernden Feuerwerkssterne und krachenden Böller eine Einladung zur Kieler Woche 2006 vom 17. bis 25. Juni.

Corporate Design

Seit über fünf Jahrzehnten wird für die Kieler Woche mit jährlich wechselndem Motiv geworben. Namhafte Gestalterinnen und Gestalter aus dem In- und Ausland werden jedes Jahr zum international hoch angesehenen Wettbewerb für ein Corporate Design eingeladen. Schon dies gilt als Auszeichnung. Mit ihren hellblauen und weißen Wellen, auf denen sich das Wort Kieler Woche schwungvoll bewegt, haben die Berliner Gestalter Daniela Haufe und Detlef Fiedler den Wettbewerb für 2005 gewonnen. Ihr Motiv schmückt nicht nur das offizielle Plakat, sondern auch zahlreiche Souvenirs. Der Verkauf von Krawatten, Halstüchern, Plaketten, Sweat- und T-Shirts, Schlüsselanhängern und vielen weiteren Artikeln trägt zur Refinanzierung der Festwoche bei.

Die Motive aller Kieler-Woche-Plakate, alle wichtigen Informationen, Daten und Hintergründe sind im Internet unter www.kieler-woche.de zu finden.

Quelle: Pressedienst Landeshauptstadt Kiel


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